Über mich

Bei einer Familienfeier hab ich mich mit meiner Tante unterhalten, die schon seit einigen Jahren Bienen hält. Sie hat von ihren Völkern erzählt, ich hab immer weiter nachgefragt – und kurz darauf durfte ich sie besuchen und ein Bienenvolk zum ersten Mal von innen sehen. Von da an war ich Feuer und Flamme.



Sie hat mir damals von einem Schnupperkurs im Imkerverein erzählt, bei dem man sich unverbindlich ein paar Termine anschauen und danach entscheiden kann, ob man weitermacht. Ich bin dabeigeblieben, und aus dem Schnuppern wurde 2019 gleich der ganze Kurs über die komplette Saison: Die Theorie hab ich im Verein gelernt, die praktischen Handgriffe direkt bei meiner Tante, die sich extra Zeit dafür genommen hat. So hab ich innerhalb eines Jahres alles miterlebt, was zu einem Bienenjahr
dazugehört, vom Auswintern im Frühjahr über das erste eigene Schleudern bis zum Einwintern im Herbst. Am Ende der Saison hat mir der Verein meine ersten zwei Völker geschenkt, und seit 2020 bin ich Hobbyimker. Ohne meine Tante und ihre Geduld mit mir wäre das alles nie passiert.



In den Jahren danach hab ich mir Stück für Stück meine eigene
Betriebsweise erarbeitet, ein paar Beutenarten ausprobiert und bin bei den Dadant-Beuten hängengeblieben, mit denen ich heute arbeite. Verkauft hab ich anfangs nur an der Haustür und im Freundes- und Familienkreis – mit der Zeit wurde daraus mehr, und heute beliefere ich auch ein paar Wiederverkäufer in der Region („Honig kaufen“). Die ganze Zeit über hatte ich eine Idee im Kopf, die ich einfach nicht loswurde: eine eigene Selbstbedienungskiste, an der sich jeder bedienen kann, ganz ohne Umwege.



2026 hab ich sie dann endlich gebaut und aufgestellt. Wenn ich heute davor stehe und frischen Honig einräume, denke ich manchmal an den Nachmittag zurück, an dem alles mit ein paar neugierigen Fragen an meine Tante angefangen hat. Und ich bin selbst gespannt, wie ich in fünf Jahren auf die Imkerei und ihre Entwicklung zurückblicken werde.